Social Media ABC: B wie Briefing

In unserem Social Media ABC sprechen wir über die wichtigsten Schlagworte im Social Web. Ob Authentizität, KPIs oder Zielgruppe: Danach seid ihr Expert*innen in Sachen Social Media, Influencer Marketing und Social-Trends….

Heute: B wie Briefing

Unter einem Briefing versteht man das Festhalten aller Vereinbarungen zwischen Unternehmen und Influencer*innen. Nach einer mündlichen Besprechung der Kampagne und dem Äußern aller Wünsche von Seiten der Brand und dem Influencer sollten alle Punkt noch einmal schriftlich festgehalten werden. So erspart man sich böse Überraschungen am Ende der Kampagne.

Doch was muss in ein Briefing rein?

In einem Briefing werden einmal die wichtigsten Bestandteile der Zusammenarbeit festgehalten: Was erwarte ich als Unternehmen vom Influencer? Welche Leistungen hat der Influencer versprochen? Was muss ich als Brand der Influencerin zur Verfügung stellen?

Außerdem sollte im Briefing stehen, wann die versprochenen Postings zur Kampagne online gehen, welche Hashtags und Verlinkungen wichtig sind und wann das Unternehmen mit dem Veröffentlichungslink sowie Auswertungen rechnen kann.  Das gibt nicht nur dem Unternehmen die Sicherheit, dass es am Ende auch das bekommt, wofür es zahlt, sondern auch dem Influencer, der dank des Briefings genau weiß, was sein Part in der Kooperation ist.

Ebenfalls wichtig: Unternehmen sollten im Briefing einen Zeitrahmen festhalten, in dem der oder die Influencer*in nicht für ein Konkurrenzprodukt wirbt. So verhindert man als Unternehmen, dass nicht nur die eigene Kampagne, sondern auch die Authentizität des Influencers gemindert wird.

Zu guter Letzt: Auch wenn sich die meisten Influencer*innen mittlerweile dran halten, sollte festgehalten werden,  dass Werbung auch als Werbung gekennzeichnet wird.

Unser Tipp für Unternehmen: Im besten Fall fordert man im Vorfeld eine Abnahme der Postings ein.

ABER: Influencer*innen haben ihre ganz eigene visuelle Sprache und kennen ihre Zielgruppe am besten. Sie wissen, was funktioniert, wie sie authentisch wirken und wann die Werbung negativ aufgefasst wird.

Das bedeutet: Etwas Vertrauen sollten Unternehmen trotz Briefing ihren Influencer*innen gegenüber entgegenbringen. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Influencer ist auch immer eine Gratwanderung zwischen kreativem Freiraum seitens des Influencers und dem Wunsch nach klarer Produkt-Botschaft seitens des Unternehmens. Damit es hier nicht zu Unstimmigkeiten kommt, ist der passende Brand-Fit so wichtig. Das A und O neben dem Briefing ist also eine direkte Kommunikation im Vorfeld, die auch sicherstellt, dass Influencer und Unternehmen zusammenpassen.

Muss ein Briefing wirklich sein? Wir sagen ja!

Wenn eine Zusammenarbeit mit Influencern reibungslos und erfolgreich klappen soll, sind klare Briefings die halbe Miete. Ob Einzel-Kooperation oder große Kampagne: Wer mit Influencer*innen arbeitet, sichert so beide Seiten mit einem Briefing im Vorfeld ab. Je genauer das Briefing, desto besser.

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